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Braucht man jetzt auch noch Coaching für Frauen?

Frauen sind der Wirtschaftsfaktor der Zukunft. Ihre noch ungenutzten Potentiale sind in Zeiten des immer härter werdenden Wettbewerbs und des Fachkräftemangels der entscheidende Erfolgsfaktor für Unternehmen. Frauen bringen zum einen neue Perspektiven in Führungsteams. Sie fungieren zum anderen aber auch als Change-Agent und transportieren ihr erfolgreiches Managementverhalten. So, der Tenor der vielen Veröffentlichungen zu diesem – mal wieder – aktuellen Thema.

Um die weiblichen Potential zu fördern und die genannten Optionen zu ermöglichen, sind spezifische Maßnahmen – gerade höchst individuelle wie Coaching – unerlässlich. Es geht dabei vor allem um das tiefergehende Verständnis für die Situation von Frauen in der doch vielfach noch männlich geprägten Berufswelt. Sensibel auf frauenspezifische Themen eingehen und das Wissen über weibliche Eigenschaften und typische Fallstricke für gezielte Interventionen nutzen. Was meine ich damit konkret?

Zu den frauenspezifischen Themen zählt sicherlich die Gestaltung familienbedingter Unterbrechungen ebenso wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im allgemeinen. Hier gilt es die Auseinandersetzung mit dem gelebten männlichen Managementmodell – der permanenten Verfügbarkeit – zu führen. Der mangelnden Karriereplanung kann man mit einer individuellen Karrieredefinition begegnen, damit verliert dieses Tabu-Wort seinen negativen Touch. Die Identifikation mit Erfolg, die Vermarktung von Erfolgen, geringerer beruflicher Ehrgeiz, ausgeprägte Selbstkritik und hohe Sachorientierung erschweren das politische Agieren – sind aber veränderbare Eigenschaften. Nicht zuletzt können Frauen üben, ihre Kompetenz zum Netzwerken karriereförderlicher einzusetzen.
Zusammenfassend zeigen sich eine Reihe von persönlichen Eigenschaften, Ansichten und Glaubenssätzen, die Frauen daran hindern, Führungspositionen zu übernehmen. Diese sind ganz individuell und persönlich aus der jeweiligen Sozialisation entstanden. Daher müssen auch die Maßnahmen individuell auf die Person ausgerichtet sein und somit bietet sich Coaching an. Ansatzpunkte bilden dabei:

  • die Erlauber „ja, ich darf Karriere machen“
  • die individuelle Definition von Karriere
  • der Umgang mit Selbstkritik
  • das Einfinden in die politischen Spiele
  • das sich Behaupten in reinen Männerrunden
  • das Nutzen der eigenen Netzwerke für die Karriere
  • die zielgerichtete Gestaltung von Unterbrechungen des Berufslebens

Führungskräftecoaching

Beim Führungskräftecoaching geht es darum, innerhalb einer relativ kompakten Zeit – typischerweise 4-7 Treffen mit einem Umfang von 8-20 Stunden – Führungskompetenz zu entwickeln.  Häufige  Coachinganlässe sind die Übernahme einer Führungsposition oder Krisen und Herausforderungen.  Verkürzt gesagt, geht es im Coaching um das (Er-)Finden neuer, der Persönlichkeit stimmigen Handlungsoptionen und deren Transfer in den Berufsalltag.

Knapp gehaltene Definitionen beschreiben Führung z.B. als durch Kommunikation vermittelte Ausrichtung des Handelns auf die Erreichung bestimmter Ziele, wobei dies asymetrische Beziehungen der Über- und Unterordnung beinhaltet. Führung hat also etwas mit formeller und informeller Macht, mit bewusstem und unbewusstem Einfluss auf Andere, mit An- und Aberkennung von Autorität, mit Folgen und Widerstand zu tun. Reflexion über Führung schliesst also immer auch schon Fragen nach institutionalisierter und ethischer Legitimation von Macht, nach Machtmissbrauch, aber auch nach Gestaltungsmacht und Lust an der Mitgestaltung der Welt ein.

Manchmal geht es aber auch nur um pragmatische Fragen des Unternehmensalltags. Wie sorge ich al s Führungskraft für mein Gleichgewicht, wie gehe ich mit schwierigen Situationen oder als schwierig empfundenen Beziehungen zu Mitarbeitern um, wie setze ich meine Interessen nach oben hin besser durch oder wie kann ich die an mich gesetzten Erwartungen und Anforderungen in Verträglichkeit mit meinen persönlichen Idealen umsetzen?